So backen wir unsere Pizza

von Balkan Diner Admin

Rudolf Steiner schlug bereits 1924 einer Gruppe betroffener Landwirte die Idee des biodynamischen Landbaus vor. Seine Idee, den Hof als autarkes Lebewesen zu behandeln, ist nach wie vor aktuell. Ich bin mit einem ähnlichen Hintergrund wie das Steiner-Modell aufgewachsen, aber nicht so prägnant wie die Philosophie von Steiner. Ich habe starke Gefühle für diese Dinge. Ich lebte einige Zeit mit meiner Mutter in einer Gemeinde; eine kurze Zugfahrt von außerhalb Kopenhagens. Es gab dort keine Landwirtschaft, aber der soziale Aspekt mehrerer Familien, die in «Harmonie» zusammenleben, war nicht weit vom Ethos Steiners entfernt. Ich ging auch zur Schule, wo es mehr darum ging, Samba zu tanzen und mich kreativ zu entwickeln, als Grammatik und Mathematik zu lernen. Es war jedoch mein Vater, der mich schon in jungen Jahren mit den Unterschieden zwischen konventionellen und biologischen sowie biodynamischen Produkten vertraut machte. Dies war in einer Zeit, in der man einen staubigen Keller im «böhmischen» Stadtteil besuchen musste, um Bio-Mehl zu finden. Es gab keine Vollwertkost. Schon in jungen Jahren musste ich mir meine eigene Meinung über natürliche Produkte bilden, und als ich Karriere machte, indem ich Abendessen für Menschen kochte, begannen diese Entscheidungen und Meinungen mehr als jeder andere Teil meines Lebens zu glänzen. Laut Steiner sollte alles auf dem Bauernhof voneinander abhängig sein, als ob alles zu einem Organismus verbunden wäre. Jede Facette der Farm sollte mit den anderen harmonisch bleiben, um ein gesundes Wachstumsumfeld zu erhalten. Pflanzen, Boden, Tiere, Menschen und Kosmos sind Teil des Ganzen. Wenn alles richtig eingestellt ist, kann die «terrestrische und kosmische Energie» durch das System fließen.